Music for Food – Berlin

In den Straßen großer Städte fällt mehr und mehr auf,  daß eine bestimmte Form von Armut zunimmt: Nicht wenige Menschen durchsuchen Abfalleimer nach Essbarem.

Es mag sein, daß manche unter denjenigen, die auf offener Straße betteln, diesem “Geschäft” in irgendwelchen Formen von organisierten Gruppen nachgehen – bei Leuten, die aus Müllbehältern essen (müssen), ist das jedenfalls eher nicht zu vermuten.

Es soll und wird hier nicht Gegenstand der Erörterung sein, warum Menschen in hochentwickelten Ländern in eine solche Lage geraten, zumal in einer Gesellschaft mit vielen Chancen und Möglichkeiten naturgemäß auch viele Möglichkeiten des Scheiterns bestehen. Wir möchten einfache menschliche Solidarität üben und Mitmenschen ganz konkret unterstützen, um ihnen in ihrer Lage wenigstens punktuell zu helfen. In Berlin leben einige Zehntausend Menschen auf der Straße, 200.000 Kinder  - gut ein Drittel aller Berliner Kinder – lebt unter der Armutsgrenze.

Sowohl Essen als auch Musik sind essentiell für menschlichen Leben und Wachstum. Wir glauben, daß Musik die Kraft hat, das Beste im Menschen anzusprechen. Wenn Musiker und Zuhörer zusammenwirken, können – im Sinne gelebter Menschlichkeit – großartige Ergebnisse erreicht werden.

Natürlich neigen wir dazu, bei verstörenden Bildern von Armut wegzuschauen und eine Zuordnung in die “Zuständigkeiten” der Sozialsysteme vorzunehmen. Auch wenn ebenjene Sozialsysteme mit unseren Steuern und Abgaben finanziert werden, ist wirkliche Hilfe immer konkret. Music for Food – Berlin bietet eine Möglichkeit dazu.